Willsch begrüßt Unterzeichnung des deutsch-taiwanischen Doppelbesteuerungsabkommens
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh im Deutschen Bundestag, Klaus-Peter Willsch, begrüßt die jüngst erfolgte Unterzeichnung des deutsch-taiwanischen Doppelbesteuerungsabkommens. "Das Abkommen ist ein weiterer Meilenstein im Verhältnis beider Staaten, nachdem im Vorjahr bereits die Schengenvisumpflicht für taiwanische Geschäftsleute und Touristen aufgehoben wurde", so Willsch.
Das Doppelbesteuerungsabkommen wurde von den Leitern des Deutschen Instituts in Taipeh und der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Michael Zickerick und Dr. Wu-lien Wie, und nicht von Regierungsvertretern unterzeichnet. Dieses Verfahren haben auch andere westliche Staaten (z.B. Niederlande, Belgien und Großbritannien) aufgrund des besonderen Verhältnisses zu Taiwan angewandt.
"Sobald jetzt das Vertragsdokument wieder in Deutschland ist, wird das förmliche Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Hier ist aber seitens Bundestag und Bundesrat mit keinen Einwänden zu rechnen, sodass das Abkommen zum 1. Januar 2013 in Kraft treten kann", legt der Vorsitzende der Parlamentariergruppe dar.
Das Doppelbesteuerungsabkommen dient der Vermeidung von Doppelbesteuerung und Steuerverkürzung, soll aber auch zur Verbesserung der administrativen Zusammenarbeit beitragen. Zudem wird der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie der Einsatz von Kapital und Arbeit erheblich erleichtert.
"Im Hinblick auf gegenseitige Investitionen ist dies ein voller Erfolg. In Taiwan sind immerhin etwa 250 deutsche Unternehmen ansässig", so Willsch. Schon heute sei Deutschland mit Abstand Taiwans wichtigster Außenhandelspartner in Europa. Und auch die Entwicklung sei weiterhin positiv. Die deutschen Importe stiegen im ersten Halbjahr 2011 um 17,2% auf 3,39 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die Exporte stiegen um 11,6 % auf 3,24 Mrd. Euro. Das Gesamthandelsvolumen liegt bei 12,5 Mrd. Euro.